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Gelbe Kaukasische Kirschpflaume – Samen einer alten Gartenform

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Prunus cerasifera

Eine alte gelbfrüchtige Pflaumenkultur mit Ursprung in der Kaukasusregion. Die Samen wurden von einem alten, in Lettland wachsenden Baum der Gelben Kirschpflaume gesammelt.

Es gibt Pflanzen, die wir wegen eines vorhersehbaren Ergebnisses auswählen, und es gibt Pflanzen, bei denen gerade das eigene Experimentieren den Reiz ausmacht. Die Gelbe Kirschpflaume gehört zur zweiten Gruppe. Wenn Sie einen Stein aussäen, ziehen Sie keine exakte Kopie des Mutterbaums heran – Sie lassen einen neuen Baum entstehen, dessen Fruchtgeschmack, Größe und sogar Farbton sich erst nach einigen Jahren zeigen werden.

Der Mutterbaum, von dem diese Samen stammen, ist ein alter, in Lettland wachsender Baum der Gelben Kirschpflaume. Es handelt sich nicht um eine moderne kommerzielle Sorte, sondern um eine alte Gartenform, die seit vielen Jahren in unserem nördlichen Klima wächst, blüht und Früchte trägt.

Vom Kaukasus bis in die alten Gärten Europas

Die Geschichte der Kirschpflaume führt in den Kaukasus, nach Transkaukasien und Westasien, wo Prunus cerasifera in einer erstaunlichen Vielfalt vorkommt. Ein Baum kann goldgelbe Früchte tragen, ein anderer rote, violette oder fast schwarze; auch Größe, Süße und Säure der Früchte können sich unterscheiden.

Seit Jahrhunderten werden diese Bäume von Menschen angebaut und ausgelesen. Mit der Zeit verbreitete sich die Kirschpflaume weit über ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet hinaus und gelangte schließlich auch in die Gärten Nordeuropas. In Lettland findet man sie noch heute bei alten Gehöften und in verlassenen Gärten – manchmal als letzte lebende Erinnerung an einen Garten, den es längst nicht mehr gibt.

Gerade solche alten Bäume finden wir besonders interessant. Sie sind nicht perfekt standardisiert – sie haben ihre eigene Geschichte.

Eine Pflaume – zwei völlig unterschiedliche Geschmacksrichtungen

Bei der Gelben Kirschpflaume muss man nicht warten, bis die Früchte vollständig reif sind.

Unreife Früchte sind fest, knackig und sehr sauer. Sie können für Gerichte verwendet werden, denen eine frische Säure fehlt – ähnlich wie Zitrone, Zitronensäure oder Essig. Besonders interessant sind diese Früchte für Menschen, die den ausgeprägten Geschmack von Essig nicht mögen und lieber mit der natürlichen Säure von Früchten experimentieren.

Bleiben die Früchte am Baum, findet beinahe die entgegengesetzte Verwandlung statt. Sie werden goldgelb, weich, sehr saftig und süßer, behalten dabei aber die für Kirschpflaumen typische angenehme Säure.

So lassen sich die Früchte ein und desselben Baumes in der Küche auf ganz unterschiedliche Weise verwenden.

Was kann man mit Kirschpflaumen in der Küche machen?

Hier beginnt das Experimentieren.

Aus den sauren Früchten lassen sich Saucen und Chutneys zubereiten. Man kann sie zu Fleisch-, Gemüse- und Schmorgerichten geben oder eine eigene Variante der berühmten georgischen Tkemali-Sauce ausprobieren.

Vollreife Früchte eignen sich zum Frischverzehr sowie für Kompott, Konfitüren, Gelees, Marmeladen, Pürees und Sirup. Aus Kirschpflaumen lässt sich außerdem natürlicher Fruchtessig fermentieren.

Wenn Sie gerne in der Küche experimentieren, gehört dies zu den Bäumen, für deren Früchte sich nur schwer eine einzige Verwendung finden lässt.

Im Frühling – eine Wolke aus weißen Blüten

Auch ohne Früchte wäre die Kirschpflaume ein schöner Gartenbaum. Sie blüht früh und sehr üppig, noch bevor sich die Blätter vollständig entfaltet haben. Für kurze Zeit verwandelt sich ein ausgewachsener Baum während der Blüte in eine weiße Blütenwolke, die schnell von Bienen und anderen frühen Bestäubern entdeckt wird.

Der Baum wächst recht schnell. Normalerweise erreicht er etwa 4–7 m Höhe und 4–6 m Breite. Ist genügend Platz vorhanden, kann man ihn eine natürliche, breite Krone entwickeln lassen. In einem kleineren Garten kann die Krone bereits in jungen Jahren geformt werden, sodass der Baum niedriger bleibt und die Früchte leichter zu erreichen sind.

Eine Kirschpflaume kann mehrere Jahrzehnte alt werden – 30–50 Jahre sind nicht ungewöhnlich, und unter guten Bedingungen können die Bäume noch deutlich älter werden.

Aus drei Steinen können drei verschiedene Bäume entstehen

Genau das macht die Anzucht der Kirschpflaume aus Samen so interessant.

Sämlinge sind keine Klone des Mutterbaums. Einer kann kräftiger wachsen, ein anderer kompakter bleiben. Einer kann süßere Früchte entwickeln, ein anderer säuerlichere. Auch Fruchtgröße, Reifezeit und Farbton können unterschiedlich ausfallen.

Deshalb können wir nicht versprechen, dass aus einem Samen eine exakte Kopie des alten Mutterbaums entsteht – und genau deshalb sind diese Samen für Menschen interessant, die gerne selbst Pflanzen aussäen, beobachten und auswählen.

Unter guten Bedingungen können die ersten Blüten und Früchte nach etwa 3–5 Jahren erwartet werden.

Wie weckt man den Stein?

Ein Kirschpflaumenstein braucht mehr als nur feuchte Erde. Er benötigt auch eine Kälteperiode – die sogenannte Stratifikation.

In Nordeuropa ist die einfachste Methode, die Steine im Herbst im Freien auszusäen und den Winter die Arbeit auf natürliche Weise erledigen zu lassen. Im Frühling, wenn sich der Boden erwärmt, können sie zu keimen beginnen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Steine in ein leicht feuchtes Substrat zu legen und mehrere Monate bei etwa +2…+5 °C im Kühlschrank aufzubewahren. Diese Methode ist besonders in Südeuropa sinnvoll, wo der Winter für eine natürliche Stratifikation zu mild sein kann.

Das Substrat sollte feucht, aber nicht nass sein. Beginnt sich der Stein zu öffnen und erscheint eine Wurzel, sollte er eingepflanzt werden. Dabei ist darauf zu achten, die junge Wurzel nicht zu beschädigen.

Und geben Sie nicht zu schnell auf. Prunus-Samen keimen nicht immer gleichzeitig, und ein stiller Stein bedeutet noch lange nicht, dass er tot ist.

Im Norden und im Süden

Die Fähigkeit der Kirschpflaume, unter sehr unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zu wachsen, ist einer ihrer großen Vorteile.

In Nordeuropa bevorzugt sie einen sonnigen Standort und gut durchlässigen Gartenboden, und kalte Winter sind für sie normalerweise kein Problem.

In Südeuropa wird der Sommer wichtiger. Ein ausgewachsener Baum kann trockenere Perioden vertragen, junge Sämlinge sollten in ihren ersten Jahren jedoch nicht einfach ohne Wasser in der heißen Sommersonne stehen gelassen werden. Der Wurzelbereich kann gemulcht werden, damit der Boden nicht so schnell austrocknet.

In sehr warmen Regionen mit milden Wintern können die Ergebnisse unterschiedlich ausfallen. Auch hier hat die Anzucht aus Samen einen Vorteil – aus mehreren Sämlingen kann man denjenigen behalten, der sich im eigenen Garten am wohlsten fühlt.

Und nach einigen Jahren...

Aus einem kleinen Stein wird ein Baum gewachsen sein, den niemand sonst in einer Baumschule hätte kaufen können.

Wie er sein wird, kann man heute noch nicht wissen.

Und genau deshalb ist es so interessant, ihn auszusäen.

Samen pro Packung: 3 Stk.

Autor: Heart Garden Studio

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